Child of Light

Child of Light sieht auf den ersten Blick zauberhaft aus. Ob der Rest des Spiels uns auch verzaubert, lest ihr hier.

Licht ins Dunkel bringen


Das Rollenspiel Child of Light wurde von einem recht überschaubaren Team von Ubisoft Montreal Mitarbeitern programmiert. Da die Entwickler ihre Erfahrung bislang in Blockbustern wie Far Cry 3 sammelten, ist es um so spannender, was sie aus einem verhältnismäßig kleinen Titel wie Child of Light alles raus holen können. Eines Vorweg, die Entwickler haben bei dem Titel ihr Können Genre-übergreifend wirklich bewiesen. Doch alles der Reihe nach. Ihr schlüpft in die Rolle des kleinen Mädchens Aurora, das eines Tages in Lemuria erwacht. Die dunkle Königin hat in dem Land die Sonne, den Mond und die Sterne gestohlen und die einzige Person die dieses Verbrechen wieder gerade rücken kann ist Aurora. Auf dem Weg trefft ihr viele Charaktere, die meist alle mit eigenen persönlichen Problemen zu kämpfen haben, helft ihr diesen Figuren schließen sie sich eurer Truppe an und sie werden euch im Kampf zur Seite stehen. Die eigentliche Geschichte wird in Dialogen zwischen den Charakteren in Text-Boxen erzählt. Hin und wieder gibt es auch eine vertonte Zwischensequenz, die allerdings eher der Ausnahme entsprechen.

2D muss ja nicht flach sein


Der eigentlich Titel an sich spielt nur in einer 2D Sicht, ihr könnt euch also euren Weg nur nach Recht, Links oder nach oben bahnen. Dabei kann Aurora fliegen, was lange Laufwege verhindert und dem Spieler eine größeres Areal zugänglich macht. Das gesamte Spiel lässt sich dabei mit einem Freund im Ko-op bestreiten, wobei der zweite Spieler die Rolle von Igniculus, einem Glühwürmchen, übernimmt. Wahlweise kann Igniculus im Einzelspielermodus auch mit dem rechten Analogstick, mit der Maus, oder auf der PS4 mit dem Touchpad gesteuert werden. Igniculus stehen in der Spielwelt ganz andere Möglichkeiten offen als Aurora, so findet ihr auf der Reise Kisten die entweder nur von dem Glühwürmchen, oder der Protagonistin geöffnet werden können. Außerdem halten Ingniculus Levelgrenzen wie Mauern nicht auf, denn der kann einfach durch sie hindurch fliegen. Er ist dennoch immer mit einer gewisse Reichweite an Aurora gebunden, sodass ihr nicht einfach alle Mauern ignorieren könnt. Trefft ihr mit Aurora in der Spielwelt auf einen Gegner so ändert sich das Setting in eine Rundenbasierte Arena in der ihr nur noch über bestimmte Handlungen bestimmen dürft, euch aber nicht mehr bewegen könnt. Wann ihr die Rundenaktion auswählt wird von einer Zeitleiste am unteren Bildschirmrand bestimmt. Dabei könnt ihr immer zwei eurer Gefolgsleute befehligen und tretet gegen maximal drei Widersacher gleichzeitig an, deren Aktionen ebenfalls an die Zeitleiste gebunden sind. Seit ihr am Zug könnt ihr eure Aktion wählen und müsst daraufhin noch eine Vorbereitungszeit abwarten, in der Gegner die Gelegenheit bekommen eure Attacken zu verhindern. Selbiges funktioniert auch wenn ihr den Gegner in seiner Vorbereitungszeit angreift. Die Dauer der Vorbereitung ist dabei von der Attacke abhängig unterschiedlich lang. Ein Angriff bei dem ihr alle Feinde auf einmal verletzt, benötigt dabei natürlich mehr Zeit als ein Heilzauber, bietet dafür aber dem Gegner auch eine größere Chance den Angriff zu vereiteln. Bei besonders starken Monstern lohnt es sich herauszufinden, welches Element sie besitzen um ihre Schwäche auszuspielen. Es gibt in Child of Light dabei die Elemente: Wasser, Feuer, Blitz, Dunkelheit und Licht. Wenn ihr eure Attacken mit den richtigen elementar Angriff anwendet richtet ihr einen verehrenden Schaden bei euren Feinden an. Wenn ein Charakter nicht über die erforderliche Magie verfügt um elementaren Schaden anzurichten, könnt ihr eure Waffen mit den so genanten Oculi verbessern. Die Oculi sind Edelsteine die ihr kombinieren könnt, um so immer mächtigere Steine zu erhalten. Die Verbesserungen durch die Oculi belaufen sich auf Erhöhung von Statuswerten wie stärke und Lebensenergie bis hin zum Elementarschaden oder Resistenzen. Im Kampf kann Igniculus einen Gegner verlangsamen oder einen eigenen Charakter heilen, beide Aktionen zehren an einer Energieleiste, die sich jedoch von selber wieder auflädt wenn sie leer ist. Nach einer Auseinandersetzung erhaltet ihr für jedes erlegtes Monster Erfahrungspunkte, diese bekommen auch Gruppenmitglieder die gar nicht am Kampf beteiligt waren. Die verdienten Punkte könnt ihr dann in einem recht umfangreichen Skill-System in neue Attacken, oder Verbesserung der Werte investieren. Abseits der Kämpfe hat Child of Light noch einige kleine Rätsel zu bieten, die zwar nett gemeint sind aber in fast allen Fällen ohne allzu große Grübelei zu Absolvieren sind. Der leichte Schwierigkeitsgrad der Rätsel findet sich im kompletten Spiel wieder, für alt eingesessene Rollenspiel Fans empfehlen wir daher gleich auf dem schwierigsten der zwei Schwierigkeitsgrade anzufangen.

 

Aquarellkunstwerk


Technisch kann sich Child of Light durchaus sehen lassen. Die Grafik die in einem Aquarellfarb-Stil gehalten ist sieht immer beeindruckend aus. Der Grafik Stil unterstützt vor allem die liebevoll gestaltete Spielwelt und Charakter designe, und auch der Hintergrund des Titels lässt den Spieler an einigen Stellen vergessen, dass es sich hier „nur“ um ein 2D Spiel handelt. Auf den Last-Gen Konsolen besitzt Child of Light nicht ganz so glatte Kanten wie auf ihren Nachfolger-Konsolen, dass fällt jedoch beim Spielen nicht weiter auf. Die vertonten Stellen im Spiel sind recht gut eingesprochen worden. Die Text-Boxen hingegen wurden nur selten wirklich optimal übersetzt, sodass die Dialoge an einigen Stellen nur sehr wenig bis gar keinen Sinn ergeben. Der Soundtrack hingegen ist immer hervorragend integriert worden und wirkt sich positiv auf die Spielerfahrung aus.

Fazit:

Child of Light ist ein zwar sehr einfaches, aber genauso gelungenes Rollenspiel, das auch für erfahrene Genre-Fans ein besonderes Spielerlebnis bietet. Defizit im Schwierigkeitsgrad macht der Titel mit seinem gut gelungenem Kampfsystem und dem Wassermalfarben-Look wieder wett. Das Spiel ist vor allem allen Rollenspiel-Neulingen zu empfehlen, die sich bis jetzt noch nicht an ein komplexes Rollenspiel getraut haben. RR

Pro:

+ gelungener Grafikstil

+ gutes Kampfsystem

+ passender Soundtrack

+ schöne Spielwelt

+ kreatives Charakter- und Monsterdesign

+ angemessene Spielzeit von etwa neun Stunden

+ niedriger Preis von 15 Euro

Kontra:

- zu leichter Schwierigkeitsgrad

- mangelhafte Übersetzung

- Dialoge nur in Textboxen

- Steuerung von Igniculus ein wenig schwammig

- zu leichte Rätsel

Autor: René Rippel

 

E-Mail: rene.rippel@gaming-junction.de 

 

Kategorie: Bericht

 

Datum: 09.04.2014

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Kommentare

  • GamerT4g (Montag, 12. Mai 2014 17:12)

    der look sieht wirklich ganz nett aus aber ich glaub mich kann dieses vereinfachte kampf system nicht überzeugen

  • for (Montag, 19. September 2016 17:24)

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