Driveclub

Nach vielen Verschiebungen lässt DriveClub die Motoren brüllen. Ob das Spiel dabei Top Speed erreicht, oder einen Fehlstart hinlegt, lest ihr im Test.

Erinnert ihr euch noch an das erste Motorstorm? Diesen knüppelharten Offroad-Racer, der uns als einer der PlayStation 3-Starttitel in die staubige Wüste entführt hat? Denn vom gleichem Entwickler, Evolution Studios, kommt jetzt DriveClub, ebenfalls PlayStation-exklusiv. Und eigentlich auch als Starttitel gedacht, jedoch nach einigen Verschiebungen erst jetzt in den Läden eingetroffen. Doch hat sich das Warten gelohnt? Und wenn ja, für wen?

 

Baby´s erstes Gran Turismo

 

Denn DriveClub sitzt ein wenig zwischen den Bänken, wenn es darum geht festzunageln, ob es eher ein Arcade-Racer, oder doch mehr eine Simulation sein will. So brechen Autos gerne aus und wer nicht vorsichtig mit Gas und Bremse hantiert, findet sich schnell im Graben und seinen Boliden in Einzelteilen wieder. Das Spiel bestraft euch aber für Fahrfehler nie so streng wie etwa ein Gran Turismo und ist dank flacher Lernkurve generell sehr einsteigerfreundlich. So sind auch wagemutige Drifts hier und da auf den Strecken machbar, begleitet von einem pumpenden Electrosoundtrack. Arcardig genug, um von der ersten Sekunde Spaß zu machen, aber auch so viel Simulation, dass wir uns manchmal wünschen wir könnten eine Ideallinie einblenden lassen.

Da wir gerade den Soundtrack angesprochen haben, auch der Rest des Spiels hört sich äußerst gut an. Die Motoren donnern und Stichflammen fauchen aus den Auspuffrohren, während sich unsere Reifen quietschend durch die Kurven quälen und uns der Wind um die Ohren rauscht. Ein beeindruckendes Spektakel, besonders wenn man in ein Kopf-an-Kopf-Duell mit der KI verwickelt ist.

Vorsprung durch Technik

 

Dabei sieht DriveClub auch sehr gut aus. Besonders die einzelnen Boliden, von denen es rund 50 gibt, sind sehr hübsch modelliert und überzeugen mit hohem Detailreichtum. Dabei ist es auch schön, dass Evolution sechs verschiedene Kameraperspektiven eingebaut hat, unter anderem zwei verschiedene Verfolgerkameras und zwei verschiedene Zoomstufen für die Innenansicht. Tuning gibt es nicht, lediglich verschiedene Lackierungen und Vinyls dürft ihr an euren Autos anbringen. Aber nach dem auftragen von verschiedenen Lackmustern sehen eure Super-Sportautos im besten Fall noch wie Spielzeugautos aus, also solltet ihr zu diesen Maßnahmen nur greifen, wenn ihr wirklich schon fast verzweifelte Fans von Individualisierung seit. Die Strecken an sich müssen sich aber nicht verstecken, besonders die norwegischen Kurse sehen atemberaubend aus. Insgesamt gibt es fünf Länder, Schottland, Indien, Kanada, Chile und Norwegen, die mit jeweils elf Strecken aufwarten. Diese sind dabei mitunter äußerst spannend zu befahren und sind real existierenden Asphalt-Straßen nachempfunden. Wenn man also in einem Ferrari eine schottische Landstraße runterbrettert, sieht es oft so aus als würde man eine Testfahrt aus Top Gear nachspielen. Das wahre grafische Highlight ist aber die Beleuchtung und der dynamische Tag-Nacht Wechsel. So kann es passieren, dass ihr ein Rennen auf einer Piste durch die chilenische Wüste am Nachmittag startet, es aber während des Rennens dunkel wird. Das wird nicht nur grandios präsentiert, es sieht auch so aus. Noch dazu sind die meisten Straßen unbeleuchtet, wodurch ihr bei Nacht um einiges vorsichtiger fahren müsst. Die außerordentlich gute Beleuchtung macht, auch dank hübscher Reflektionen die Wagen noch schöner und lässt die Strecken stellenweise fotorealistisch erscheinen.

Er läuft und läuft und läuft

 

Die einzelnen Rennen an sich machen auch Spaß. Durch Gewinnen von ihnen und einzelnen Herausforderungen innerhalb derselben verdient ihr Famepunkte -die Erfahrungspunkte Variante von DriveClub- und schaltet dadurch neue Luxusflitzer frei. Zusätzlich gibt es noch vereinzelte spezielle Challanges auf den Strecken. So müssen wir etwa über eine bestimmte Länge die Durchschnittsgeschwindigkeit schlagen, oder einen langen Drift hinlegen um extra Punkte einzuheimsen. In der Singleplayer-Kampagne gibt es dafür und für gewonnene Rennen dann auch Sterne, von denen pro Rennen bis zu drei zum Gewinnen bereitstehen. Mit diesen schaltet ihr weitere Rennen in der Einzelspieler-Tour frei. Dabei startet ihr mit einem Mini, arbeitet euch aber schnell zu schnelleren Wagen à la BMW durch, bis ihr schließlich mit Pagani Zonda und Konsorten Reifen verbrennt. Lediglich die KI fällt etwas negativ auf, da diese sehr nach dem Gummiband-Schema fährt. Dass heiß, dass ihr sie immer einholen könnt, egal wie weit ihr von der Spitze abgeschlagen seid, eurer hart erarbeiteter Vorsprung aber auch recht bedeutungslos ist, sobald ihr einen Fahrfehler macht. Außerdem neigen die gegnerischen Fahrer dazu, in einem Pulk über die Strecke zu fahren und sich nie recht zu verteilen.

 

Randale in der Karthalle

 

Doch wer braucht schon eine doofe KI wenn man auch mit anderen Menschen fahren kann. Der Multiplayer von DriveClub macht durchaus Spaß, kämpft allerdings momentan noch mit akuten Serverschwierigkeiten und es kann etwas dauern, bis ihr tatsächlich in einem Rennen seid. Die sind an sich aber sehr unterhaltsam, vor allem weil sich bis jetzt in keinem der von uns besuchten Events jemand um die Minuspunkte gekümmert hat, die man für Kontakte mit anderen Fahrern bekommt. So arten Matches zwar schnell zum Crash-Derby aus, sind aber dadurch nicht minder spaßig. Durch das pseudo-realistische Fahrverhalten kommt das Gefühl auf, man befinde sich in einem Kart-Rennen, bei dem es keine Verletzte geben kann und der Aufseher der Karthalle gerade in Mittagspause ist. Lediglich schade, dass wir nicht selbst die Bedingungen für unsere Online-Rennen einstellen können. Dafür können wir unseren eigenen, namensgebenden Club gründen, ein eigenes Logo, sowie Matchboxauto-Lakierung kreieren und Freunde einladen. Innerhalb des Clubs können wir dann auch Herausforderung gegen andere Clubs starten und sogar Club-exklusive Autos freischalten. Und auch sonst soll DriveClub noch viel Langzeitmotivation bieten, ist doch angekündigt, dass noch bis Mitte 2015 monatlich neue Strecken und Autos per DLC veröffentlicht werden, wobei für viele Inhalte noch nicht einmal der Griff zum Geldbeutel notwendig sein soll.

Fazit:

Driveclub ist ein spaßiger Racer für zwischendurch, der durchaus Spaß bringt. Die Online-Komponente kann Langzeitmotivation ins Spiel bringen, wenn ihr euren Ehrgeiz durch die einzelnen Herausforderungen wecken lasst. So oder so sieht das Spiel zum Anbeißen schön aus und uns ist jetzt erst klar wie gut ein wolkenloser Morgenhimmel aussehen kann. Außerdem funktioniert die seltsame Mischung aus Arcade und Simulation im Fahrgefühl überraschend gut und ist dazu noch sehr eingängig, wodurch jeder schnell in der Lage sein sollte Begeisterung für die Rennen zu entwickeln. MH

Pro:

+ gutes Fahrgefühl

+ wunderschöne Beleuchtung

+ detaillierte Autos

+ leichter Einstieg

+ antreibende Herausforderungen

+ viele verschiedene Locations

+ spaßiger Multiplayer

+ genialer Sound

Kontra:

- KI fährt oft im Pulk

- keine Einstellungsmöglichkeiten für Multiplayer-Rennen

- aktuell kämpft das Spiel noch mit Serverproblemen

Autor: Maxi Huber

E-Mail: maxi.huber@gaming-junction.de

Kategorie: Bericht

Datum: 23.10.2014

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Kommentare

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