Rage

Rage ist ein Shooter mit Rollenspielanleihen, eingebettet in ein postapokalyptisches Endzeitszenario. Postapokalyptisches Endzeitszenario! Schon wieder? Ja, schon wieder. Warum Rage trotzdem vieles anders macht, wenn auch nicht alles richtig, lest ihr hier.

Die Erde wurde von einem riesigem Asteroid zerstört, nur bestimmte Personen sind auserkoren worden , um den Weiterbestand der Menschheit zu sichern, rechtzeitig in schützende Archen gebracht gebracht zu werden. So weit so austauschbar. In die Rolle von einem dieser Überlebenden schlüpft auch der Spieler und nachdem ihr aus eurem Kryo-Schlaf erwacht seid, könnt nach einem kurzem Systemcheck auch schon eure ersten Schritte in ein unwirtliches Ödland setzen. Hier fallen als erstes die knackscharfen Texturen ins Auge, dicht gefolgt vom Eindruck hässlich nachladender Texturen. Lange können wir die Aussicht nicht lange genießen, denn der Spaziergang wird von einem Mutantenpärchen jäh beendet. Doch die Rettung lässt in Form eines Einheimischen nicht lange auf sich warten. Die Angreifer sind schnell Geschichte und wir werden per Buggy in die nächste Siedlung gekarrt. Von dort beginnt eine Questreihe, die das ganze Spiel über bestehen bleibt und den roten Faden bildet. Die Welt ist zwar sehr offen gehalten und vermittelt den Eindruck eines Open-World Games, aber dem Spieler wird kein Anreiz gegeben die Welt ausgiebig zu erkunden. Tatsächlich werden Territorien die vom Questverlauf noch nicht erschlossen wurden von besonders starken Gegnern bevölkert, wodurch die begehbare Spielwelt stark eingeschränkt wird. Eigentlich wird man nur durch eine offene Wüste zu einzelnen Leveln geschickt. Diese sind abwechslungsreich gestaltet und beeindrucken mit kreativen Desingideen. Da Mutanten über Banditen bis Hitec Soldaten ist hier alles vertreten, was der geneigte Shooterfan vor der Flinte haben will. Dabei ist allerdings nicht von reinem Kanonenfutter die Rede, die Widersacher agieren nämlich ziemlicher clever, wechseln die Deckung und versuchen dem Spieler in die Flanke zu fallen. Dazu kommen die wunderschönen Animationen mit denen sich die Gegner äußerst agil durch die Umgebung hangeln. Allerdings vertragen die Feinde etwas zu viele Kugeln, was besonders gegen Ende die Kämpfe etwas streckt. Dafür teilen sie umso mächtiger aus. Doch Rage gibt einem zahlreiche Gadgets, wie Wingsticks, ferngesteuerte Bombenautos und Geschütztürme zur Hand. Für diese kann man in der Spielwelt Baupläne finden und mit den nötigen Einzelteilen von nun an selbst zusammenbauen. Hierfür ist keine Werkbank, oder ähnliches erforderlich, man bastelt sich das ganze im Inventar zusammen. Und falls man doch einmal ins virtuelle Gras beißt, hat man immer noch die Möglichkeit sich selbst via Minispiel wiederzubeleben. Falls man dann aber endgültig vor dem Game-over Bildschirm steht sollte man zwischendurch manuell gespeichert haben, denn Rage verzichtet nahezu vollkommen auf Autosaves innerhalb der einzelnen Level. Aber natürlich bekommt man auch handelsübliche Bleispritzen, wie Pistole, Maschinengewehr und sogar eine Armbrust. Die Ballermänner können auch noch mit verschiedenen Munitionstypen bestückt werden, wie etwa panzerbrechende Kugeln oder Elektrobolzen für die Armbrust. Leichte Modifikationen wie Red-dot Visiere oder erweiterte Magazine könnt ihr zusätzlich auf eure Argumentverstärker schrauben. Dabei wird natürlich zu keiner Zeit eine ähnlich große Auswahl an Aufsetzen angeboten, wie z.B. im Multiplayer-part von Call of Duty, aber genug um Waffenbastler zufrieden zu stellen. Absolut zufriedenstellend sind auch die Waffenanimationen und das Waffenfeedback. Die Schüsse einer Schrotflinte sind sich extrem wuchtig an, Das MG bockt alles „fühlt“ sich einfach richtig an. Hier kommen dem Spiel ganz klar die Shooter-erfahrungen der Entwickler zugute, dafür kommen die Passagen in denen Ihr keine Flinte in der Hand habt im Kontrast zu den shooter-passagen noch schlechter weg. Denn ihr ballert euch nicht nur per pedes durch die Pampa, ab einem bestimmten Zeitpunkt im Spiel bekommt man einen Buggy, dieser dient zwar hauptsächlich dazu zwischen Missionszielen zu pendeln, aber natürlich können damit auch Rennen ausgetragen werden. Rennen mit bewaffneten Buggys hören sich zwar im ersten Moment nach unterhaltsamen Sequenzen mit Twisted-Metal Anleihen an, entpuppen sich aber schnell als nicht besonders spektakulär und keinesfalls als Spaßgarant. Dazu sind die Rennen zu wenig fordernd, die Strecken zu unspektakulär und die Motivation die freizuschaltenden Teile für seinen Buggy zu gewinnen hält sich auch in Grenzen. Was noch schlimmer ist, da auch die motorisierten Gegner im späterem Spielverlauf keine leicht zu knackenden Nüsse sind. Die wichtigsten Upgrades werden im Storyverlauf zwar automatisch freigeschalten, aber wer sich die Rennen nicht antun will, wird trotzdem nie ein großes Arsenal an Bord haben. Die Rennen werden von NPC´s organisiert, ebenso wie jede andere Mission. Die einzelnen Charaktere sind mit viel Liebe zum Detail gemacht und allesamt sehr skurrile Individuen. Auch die Synchronsprecher liefern einen sehr guten Job ab, die einzelnen Figuren sind lippensynchron vertont und hören sich toll an. Das kommt der Atmosphäre zu gute. In den besiedelten gebieten von Rage ist zwar viel los doch jeder virtueller Bewohner sieht individuell und detailreich aus. Einen Namenlosen „Megaton-Siedler“ wie etwa in Fallout 3 sucht man vergebens.

Fazit: 

Schuster bleib bei deinen Leisten. Das Sprichwort passt hier wie die Faust auf´s Auge, denn während sich die Shooterpassagen von Rage auf extrem hohem Niveau befinden dümpeln die Rennen irgendwo am Rande der Belanglosigkeit. Technische Macken stören das Gesamtbild zusätzlich und kosten Atmosphäre, die eigentlich dank ausgefeilter Charaktere und detaillierten Umgebungen sehr dicht ist.
Wer darüber hinwegsehen kann bekommt gute Shooterkost serviert, der man anmerkt, das hier Leute programmiert haben, die Ihr Handwerk durchaus verstehen und beweisen, dass Shooter auch noch heute funktionieren können, ohne dass alle paar Meter ein Heli vom Himmel stürzt, oder AC130´s Straßenzüge plattmachen. MH

 

Autor: Maxi Huber

E-Mail: maxi.huber@gaming-junction.de

Kategorie: Bericht

Datum: 08.06.2012

Kommentar schreiben

Kommentare

  • chris91 (Samstag, 09. Juni 2012 16:07)

    Rage ist ein echt gutes Spiel insbesondere der Look kommt bei mir sehr gut an außerdem finde ich es echt cool das es so viele Gadgets und Krimskrams gibt.

  • Mark O. (Samstag, 09. Juni 2012 16:31)

    Rage ist schon ok aber die Autorennen sind echt abgrundtief langweilig und schlecht gemacht. Das erste Rennen war zwar lustig aber auch nur wegen diesem Mutant Bash TV Angriff den man da hatte…

  • 5thstahsoldier (Sonntag, 10. Juni 2012 03:00)

    Ich mag Rage nich so finds irgendwie langweilig man macht immer nur das selbe und wiederholt die Level sogar wenn man alle Aufträge macht.

  • Bl4ckst0rm (Sonntag, 10. Juni 2012 20:18)

    Am besten haben mir die ganzen Minispiele geffalen, Fünffingerfillet war echt lustig außerdem fand ich das die Leveldesigns schon echt gut gemacht waren und die Locations immer gepasst haben.

  • Blackfire (Sonntag, 10. Juni 2012 21:18)

    Die ganzen sachen die man basteln kann sind schon echt cool mir haben vor allem die Sprengautos geffalen war schon lustig hinter die Deckung der Gegner zu fahren und sie hochzujagen.

  • freeway (Montag, 11. Juni 2012 14:39)

    Mir Persöhnlich hat nich so gepasst das die Feinde so viel einstecken konnten aber ansonsten hat mir das Spiel wirklich gut gefallen und die Rennen fand ich im gegensatzt zur allgemeinen Meinung gar
    nicht so übel war doch ganz lustig mal so zwischendurch nen Rennen zu fahren.

  • -sony- (Montag, 11. Juni 2012 17:59)

    Naja ich fand die Rennen schon echt hart langweilig hab nur die gemacht die Notwendig für die Story waren ansonsten hab ich kein einziges gemacht.

  • Rambo91 (Montag, 11. Juni 2012 18:11)

    Mir hat der Ghostclan am besten gefallen die waren schon cool mit ihren Nahkampfangriffen und Stunts. Welche Clans haben euch gefallen?

  • DevilDante (Montag, 11. Juni 2012 18:55)

    ich fand die gearheads echt genial weil die so ein cooles Charakterdesigne haben und schon härtetre gegner waren was einem irgendwie Respekt einflösste.

  • Cloud45 (Montag, 11. Juni 2012 18:56)

    Das geilste war eh Mutant Bash TV mit den Fist of Rage nen paar Mutanten verprügeln , das hate schon Style schade das es nicht mehr verschiedene Herausforderungen gab.

  • BUTT3RFLY3FF3CT (Montag, 11. Juni 2012 19:35)

    Ich find den Multiplayer voll unterhaltsam kann überhaupt nicht verstehen warum das kaumm einer online spielt. Wer bock hat online zu zocken Kommentar an mich richten dann können wir ja PSN IDs
    austauschen.

  • ailton21 (Montag, 11. Juni 2012 22:05)

    @BUTT3RFLY3FF3CT
    Hey endlich jemand der das auch mal online spielt. Lass ma adden dann können wir zusammen zocken wäre echt geil.

  • TomClancy (Dienstag, 12. Juni 2012 14:18)

    Muss schon sagen das Rage schon echt ne ordentliche Spiellänge für ein Spiel von heute hat, auch wenn Rage nicht Perfekt ist merkt man schon das sich die Leutz bei ID echt reingehängt haben.

  • spoiler26 (Dienstag, 12. Juni 2012 16:50)

    Sehe ich genauso die haben sich echt mühe gegeben es sind zwar kleinere Patzer drinnen aber alles relativ verzeihlich nix schlimmes wo man sagen würde das geht ja gar nicht. Hab echt viel spaß damit
    gehabt.

  • Paul (Mittwoch, 12. Oktober 2016 11:29)

    cheers for the actual article i've recently been on the lookout with regard to this kind of advice on the net for sum time proper now so numerous thanks

Bitte geben Sie den Code ein
* Pflichtfelder

News-Feed