Space Run

Wir haben uns in unendliche Weiten aufgemacht um unsere Fracht auszuliefern. Und um Space Run zu testen. Unsere Meinung zum Spiel findet ihr hier.

Meine eigene Normandy

 

In Space Run seid ihr ein intergalaktischer Handelskurier. Oder besser gesagt Laufbursche. Die Prämisse ist, dass ihr verschiedene Güter möglichst schnell und möglichst unbeschädigt von einem Raumhafen zum Nächstem schafft. Dabei stellen sich euch Piraten, Asteroiden-Felder und feindliche Schmuggler in den Weg. Um den Umständen zu entsprechen könnt ihr auch gleich euren Avatar Han Solo nennen und loslegen. Loslegen heißt in diesem Fall im Heimathafen erst einmal die zu liefernde Fracht auf euer Schiff zu packen. Euer Schiff, das ist dabei eine Ansammlung aus Hexagonalen Plattformen, die für jede Mission anders angeordnet sind. So muss man sich jedes mal genau überlegen, wo man welches Gut verstaut und nachher trotzdem noch gute Plätze für Triebwerke, Kanonen und Schutzschilder hat. Dann auf Start geklickt, den Antrieb gezündet und auf ins Unbekannte. Euer Schiff selbst könnt ihr dabei nicht lenken, es fliegt einfach immer weiter von links nach rechts. Ihr müsst allerdings euren Raumfrachter clever verwalten und es dauert auch nicht lange bis die erste Piratenwarnung aufleuchtet. Dabei wird euch die ungefähre Richtung angezeigt, aus der die Übeltäter kommen werden und ihr dürft schon mal anfangen, euch für den Überfall zu rüsten. Dazu solltet ihr erst einmal ein paar Abwehrmaßnahmen platzieren. Am günstigen sind da einfache Laserschießvorrichtungen, die wir auch gleich installieren und mit dem Mausrad entsprechend ausrichten. Das kostet uns ein paar Aufbau-Punkte, von denen wir einen kleinen Bestand von Anfang an haben, uns aber den Rest der Reise mit denen über Wasser halten müssen, die wir von besiegten Gegnern und zerstörten Asteroiden auflesen. Außerdem geht unser Counter in kurzen Abständen um jeweils einen Punkt nach oben. Wir hoffen also, dass wir eventuell noch eine zweite Kanone platzieren können, bevor uns die Piraten erwischen, doch diese kommen im Sekundentakt näher. Unsere erste Wumme ist mittlerweile fertig, wie uns die englische Synchronstimme unseres Ko-Piloten mitteilt. Und für eine zweite wird es nicht reichen, denn die Weltraumräuber haben uns mittlerweile erreicht und eröffnen das Feuer auf uns und unsere Fracht. Doch zum Glück ist es nur ein kleines Geschwader und unsere Verteidigung macht ihnen schnell den Garaus. Wir sammeln die goldglänzenden Aufbau-Punkte ein und hätten auch schon wieder genug für eine weitere Kanone. Wohlweislich sparen wir uns die allerdings erst einmal, bis wir wissen aus welcher Richtung die nächste Bedrohung kommen wird. Dann sehen wir das unser stationäres Geschützt im Gefecht einiges abgekriegt hat und wohl nicht mehr allzu lange durchhält. Wir klicken einmal drauf und entscheiden uns das Teil umweltgerecht zu recyceln. Und dabei natürlich auch noch ein paar Punkte mitzunehmen. Mit der Beute der Piraten haben wir nun sogar genug, um uns einen zweiten Antrieb zu basteln. Der ist auch bitter nötig, denn wie uns ein schickes Diagramm am unterem Bildschirm zeigt, liegen wir weit hinter der angepeilten Bestzeit, und den damit verbunden Boni zurück. Also bringen wir eine zweite Schubdrüse an und warten auf die nächste Bedrohung, um unser Geschütz an passender Stelle zu ersetzten.

Boy, it´s lucky you have these compartments

 

Die Flüge gestalten sich spannend und an manchen Stellen durchaus fordernd. Es macht Spaß sich zu überlegen, wie man seine Waffen und Verteidigungsanlagen taktisch am Besten an seinem Schiff anbringt, eine Aufgabe die man für jede Mission anders angehen muss. Auch dass uns unser Schiff, das Zeitlimit und weitere Bestzeiten in einem kleinem Diagramm am Bildschirmrand dargestellt werden gefällt uns sehr gut, ist es doch so viel anschaulicher als bloße Zahlen. Wie man die einzelnen Gerätschaften an Bord am Besten platziert ist eingängig und leicht zu lernen, aber schwer zu meistern. Dafür ist es ungemein befriedigend, wenn man sich um eine Seite seines Schiffes schon gar nicht mehr kümmern muss und diese Feinde ohne viel Aufsicht plättet. Dafür ist meist auf der anderen Seite die Luft am brennen und Not am Mann und Maschine. Nach einem gelungenem Auftrag bekommt ihr Credits und ein Rating, die Höhe von beidem ist dabei abhängig von eurer Geschwindigkeit, erledigten Piraten und heil angekommenen Gütern. Credits könnt ihr dann in Verbesserungen stecken, etwa stärkere Kanonen, oder einen Energiegenerator, den viele Waffen ab einem bestimmten Ausbau-Level benötigen. So werden auch die taktischen Komponenten erweitert. Aufträge bekommt ihr im Laufe des Spiels von verschiedenen Agenturen, die auch verschiedene Fracht transportiert haben will. So wollen die einen etwa, dass ihr Kabinen mit Passagieren transportiert, welche natürlich eine gute Aussicht genießen wollen und deshalb am Rand des Frachters platziert werden müssen, andere wollen dass ihr explosive Fässer liefert, die bei Feinbeschuss schon mal hochgehen und auch umliegende Hex-Felder in Mitleidenschaft ziehen. Generell ist Space Run durchaus ein vielschichtiges Spiel, mit dessen, im Grunde simplen Spielprinzip man durchaus seinen Spaß haben kann. Besonders bemerkenswert ist auch, dass das Game quasi im Alleingang von Entwickler Sylvain Passot entwickelt wurde. Dafür ist der Artstyle und die grundlegenden Spielmechaniken erstaunlich vielfältig. Für einen Preis von rund 15 Euro auf Steam kann man ruhig zuschlagen.

Fazit:

Space Run hat ein simples Spielprinzip, mit dem Ziel von A nach B zu kommen. Dabei überrascht es allerdings doch mit recht viel Tiefgang und Komplexität. Tüftler dürften sich die Finger danach lecken, jeden Flug erneut die perfekte Anordnung für Triebwerke, Laserkanonen und Raketenwerfer zu finden, währen Gelegenheitsspieler nicht sofort überfordert werden. Auf jeden Fall macht es immer wieder Spaß eine Runde im All zu drehen und seine Ladung vor feindlichen Schmugglern zu verteidigen. MH

Pro:

+ spaßiges Spielprinzip

+ motivierendes Ausbau-System

+ fordernde Taktik-Komponente

Kontra:

- kaum vorhandene Story

Autor: Maxi Huber

E-Mail: maxi.huber@gaming-junction.de

Kategorie: Bericht

Datum: 13.06.2014

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Kommentare

  • Gamer4Life (Freitag, 13. Juni 2014 20:29)

    ich hab noch nie was von diesem Spiel gehört, aber es sieht schon cool aus. Beeindurckend das es wirklich noch Spiele gibt die nur von einer Person zusammen gebaut werden.

  • James (Freitag, 12. Mai 2017 13:01)

    You are my inspiration , I have few web logs and very sporadically run out from to brand.

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