Titanfall

Kommt da was Großes auf uns zu? Wir klären ob Titanfall die ersehnte Multiplayer-Revolution ist. Mehr im Test.

Fall of Duty?


Titanfall wurde ja mit großen Hoffnungen erwartet. Jetzt, am 13. März 2014, ist es dann in Deutschland endlich so weit. In den USA ist Titanfall schon seit dem 11. März verfügbar. Nun stellt sich natürlich die Frage, ob Titanfall auch wirklich den hohen Anforderungen gerecht wird. Wir haben uns den Call of Duty-Konkurrenten einmal näher angeschaut. Zuerst ein paar Details für diejenigen, die noch gar nichts von Titanfall gehört haben, auch wenn das wohl die Minderheit betreffen dürfte. Titanfall ist ein Spiel vom Respawn Entertainment, das von den ehemaligen Call of Duty-Machern West und Zampella gegründet wurde. Bei Titanfall handelt es sich um ein reines Online Spiel und somit bietet es nur eine Online-Kampagne. Dabei wird die Geschichte der Kämpfe zwischen der IMC Corporation und der Miliz trotzdem in den Grundzügen erzählt. Die Kampagne kann von beiden Fraktionsseiten gespielt werden, was dann zu einer gesamten Anzahl von 18 Missionen in dieser führt. Die Missionen unterscheiden sich kaum von den normalen Runden, die einzigen Unterschiede sind kleine Filmsequenzen beim Spielen. Diese sind ganz nett, aber es kommt nur selten das wirkliche Gefühl einer epischen Kampagne auf, was dann doch etwas schade ist.

Da wächst kein Gras mehr


Nun etwas mehr zum Gameplay. Man startet als Pilot in die Schlacht. Dieser ist mit einem Jetpack ausgestattet, mit Hilfe dessen er an Wänden temporär entlanglaufen kann und in der Lage ist Doppelsprünge durchzuführen. Die Piloten können sich weiterhin für eine der zehn Primärwaffen entscheiden, dazu eine Pistole, eine Anti Titan Waffe, eine von drei Taktik -fähigkeiten, sowie eine von vier Explosiv-Ausrüstungen und schließlich zwei verschiedene Extras. Man kann auch das Geschlecht des Piloten ändern, was aber nur einen optischen Unterschied hat. Nach einer gewissen Zeit kann man dann den Namensgeber des Spiels zu Hilfe rufen. Den Titan. Die Titans sind Meter große Kampfmaschinen, die jedoch wendiger sind, als man denkt. Sie sind mit Dash-Modulen ausgestattet, durch die sie sich in alle Richtungen schnell fortbewegen können, um etwa Schüssen auszuweichen, oder Gegner zu verfolgen. Die Titans haben eine Auswahlmöglichkeit von sechs verschiedenen Waffen. Es gibt ein Präzisionsgewehr, welches für hohen Schaden vorher erst aufgeladen werden muss. Weiterhin gibt es ein Stromschlaggewehr, das ebenfalls erst aufgeladen werden muss, allerdings auf mehrere Soldaten überspringt und diese pulverisiert. Es gibt auch noch ein Einzelschuss- und ein Standard-Sturmgewehr. Ebenfalls kann man einen Vierfachraketenwerfer ausrüsten, dessen Geschosse relativ langsam fliegen und deshalb eher im Nahkampf genutzt werden sollten. Zuletzt ist da noch der Granatwerfer, der drei Explosivkugeln über kurze Distanz verschießt. Alle Primärwaffen der Piloten und Titans können mit bis zu zwei Verbesserungen ausgestattet werden, welche dafür immerhin bei fast jeder Waffe einzigartig sind. Die Sekundärbewaffnung der Titans sind verschiedene Arten von Raketen. Man kann sich zwischen rein Fahrzeug-erfassenden Raketen bis hin zu ungelenkten Raketen entscheiden. Die Verteidigungsmaßnahmen sind zum Beispiel ein starker elektrischer Rauch, der aufsitzende Piloten in Windeseile tötet. Dieser kann durch das Vortexshield, oder die Partikelmauer ersetzt werden. Der Vortexshield kann genutzt werden, um anfliegende Geschosse abzufangen und anschließend zurück an den Absender zu schicken. Die Partikelmauer ist eine Wand, die an dem aktuellen Ort entsteht und Schaden von einer Richtung abfängt, jedoch die eigenen Kugeln durchlässt. Die Extras belaufen sich auf Fähigkeiten, wie eine Explosion nach dem Benutzen des Schleudersitzes, schnelleres Aufladen des Dashes, oder Ähnliches.

 

Flink wie ein fliegendes Wiesel


Im Kampf Pilot gegen Pilot geht es ähnlich wie in anderen Shootern zu, nur eben schneller. Gegner können dank des Jetpacks von oben, oder blitzschnell um die Ecke schießen und sind durch Taktikfähigkeiten oft schwerer auffindbar. Im Kampf der Titans sieht es etwas anders aus. Wegen ihrer enormen Größe können sie nicht an alle Orte, an denen die Piloten kommen und sind somit gezwungen den Kampf eher auf den offenen Flächen austragen. Es gibt drei verschiedene Arten von Titans, als erstes den Ogre. Dieser ist der schwergängigste Kollege im Bunde, da er nur einmal seinen Dash nutzen kann, bevor dieser sich Aufladen muss. Dafür hat er jedoch die beste Panzerung, die ihm erlaubt relativ viel wegzustecken. Als nächstes kommt der Stryder. Dieser ist das genaue Gegenteil. Der Stryder ist besonders leicht und dadurch sehr schnell, aber auch sehr verletzlich. Er hat drei Dash Aufladungen, was ihm gute Ausweichkombinationen ermöglicht. Die Schübe laden sich recht schnell wieder auf, sodass man in jedem Kampf öfters auf sie zugreifen kann. Als letzten Titan gibt es den Atlas. Dieser ist sozusagen das Mittelmaß der beiden anderen. Er hat zwei Dashes zur Verfügung und hat bessere Panzerung als der Stryder, ist aber wiederum auch schlechter gepanzert als der Ogre. Jeder Titan hat seine Vor- und Nachteile und jeder Spieler muss selbst entscheiden, welcher am besten zu seiner Spielweise passt. Nun zur letzten und aufregendsten Kampfmöglichkeit: der Kampf Pilot gegen Titan. Hier ist wirklich die spielerische und taktische Fähigkeit der Piloten gefragt. Wenn man dem im Kampf alleine stellen will, sollte man das entweder aus guter Deckung tun, oder aus einem Versteck heraus auf den Titan springen. Dort lässt sich eine Klappe aufreißen und die Elektronik zerballern. Das ist jedoch nicht ganz so einfach, wie es klingt, da man dem Titan erst einmal hinterher komme muss.Und falls man es auf ihn geschafft hat, muss man immer noch Gegenmaßnahmen wie den Elektrorauch fürchten. Natürlich kann es auch passieren, dass man von den Verbündeten des Gegners abgeschossen wird, falls sich der im Titan sitzende Spieler nicht selber versucht darum zu kümmern und er aussteigt. Am besten ist es natürlich als Pilot einen Titan zu attackieren, während der gerade mit einem gegnerischen Blechriesen zu tun hat. Um nicht nur Kanonenfutter für Titans zu sein, haben Piloten Fähigkeiten wie Tarnung. Dadurch werden Piloten für gewisse Zeit für Titans völlig unsichtbar um unbemerkt an sie ran, oder an ihnen vorbei zu kommen. Für andere Spieler sind getarnte Piloten nicht komplett unsichtbar. Respawn hat ein überraschend gutes Balancing zwischen Titans und Piloten, sowie den Waffen hingekriegt. Auch wenn es Waffen gibt, die im ersten Moment etwas übermächtig klingen, zum Beispiel die sogenannte „Smart Pistol“. Mithilfe dieser Pistole markiert man Ziele bis zu einer bestimmten Entfernung und kann diese dann töten. Sie kann mehrere Ziele auf einmal markieren, wobei die KI Gegner nur eine Erfassung brauchen und Piloten drei. Um die Gemüter zu beruhigen sollte man sagen, dass sie eine relativ lange Erfassungszeit hat und eben nur auf eine gewisse Distanz funktioniert. Ansonsten sind alle Waffen der Piloten relativ konventionell.

 

Kartenspiele


Nun mal etwas zu den Karten im Spiel. In der Beta waren zwei verfügbar. Jetzt in der Vollversion sind es satte 15 Stück. Durch diese Menge an Karten hat man viel Abwechslung und so kam es auch vor, dass wir nach ungefähr 30 Runden zocken, uns plötzlich auf einer bis dahin unbekannten wiederfanden. Die Umgebung der Karten ist meist in der Wüste oder in Städten. Die Karten bieten allesamt genügend Deckung für Piloten. Außerdem gibt es viele Gebäude oder sonstige Wände zum daran entlanglaufen. Häufig gibt es auch hoch über dem Boden hängende Seile an denen man sich einhängen kann um schnell von einem zum anderem Ort zu kommen. Als letztes Spielelement sind noch die Burncards zu erwähnen. Burncards verdient man sich durch das Erfüllen von Herausforderungen im Spiel. Man kann diese Burncards dann vor dem Wiedereinstieg nach einem Tod auswählen und sie gewähren für dieses Leben einen speziellen Bonus. Es gibt sehr viele verschiedene Burncards und alle sind verschieden nützlich, jedoch ist kaum eine unfair.

Zuletzt noch etwas zur Grafik. Diese ist nicht wirklich auf modernstem Stand und ist nicht ganz Next-Gen. Dies fällt jedoch kaum auf bei der schnellen Spielweise von Titanfall das trotzdem noch auf etwas schwächeren Computern läuft.

Fazit:

Titanfall ist ein wirklich guter Shooter, der den Anforderungen in fast allen Bereichen gerecht werden konnte. Es macht riesigen Spaß an Wänden entlang zu laufen und sich irgendwann einen großen stählernen Koloss zu Hilfe zu holen, um dann die Gegner mit riesigen Fäusten und Waffen fertig zu machen. Wenn in den DLC´s noch ein paar Waffen und Ausrüstungen hinzugefügt werden, wird die Abwechslung noch etwas größer. Wir freuen uns auch auf den nächsten Teil des Spiels, welcher dann hoffentlich mit bombastischer Grafik auf dem Markt erscheint. PV

Pro:

+ Schnelles und aufregendes Gameplay

+ Abwechslungsreiches Spielsystem

+ Futuristische Umgebung

+ Kämpfe im Format David gegen Goliath

Kontra:

- Veraltete Grafik

- Zu geringe Waffenauswahl

- Wenige Spielmodi

Autor: Patrick Voutta

 

E-Mail: redaktion@gaming-junction.de 

 

Kategorie: Bericht

 

Datum: 16.03.2014

Kommentar schreiben

Kommentare

  • MechcoSamba (Samstag, 29. März 2014 20:13)

    Naja ich find da kommt hier der Shoote einfach zu gut weg. Ich habs mir geholt weil alle vor der erscheinung gesagt haben das es CoD vernichten wird. ich find aber nach wie vor das CoD das bessere
    Spiel ist.

  • KeilerHammer (Dienstag, 01. April 2014 01:00)

    Man das ist mal ein spiel. also von mir aus kanns davon auch noch einen zweiten teil geben!

  • Solomat (Sonntag, 13. April 2014 23:56)

    Maaaan, rotzen die da kugeln rum. Da wünsch ich mir manchmal ein FFX-angehauchtes Gameplay :D.
    hab mich mittlerweile n paar level hochgestorben. Is ganz nice

  • James (Donnerstag, 04. Mai 2017 21:10)

    This kind of game gives a real experience of

Bitte geben Sie den Code ein
* Pflichtfelder

News-Feed